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KI: Ein kleiner Rant (und Liebesbrief)

  • nihanthparcha
  • 8. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Jan.


An künstlicher Intelligenz scheiden sich die Geister. Manche Lehrpersonen verteufeln sie, andere ermutigen euch, sie zu nutzen. Aber was heisst eigentlich „klug“ benutzen? Nimmt uns KI nicht das letzte bisschen Denken ab? 

Dieser Text ist beides: ein kleiner Rant und ein Liebesbrief an die KI. Ich weiss selber noch nicht, was am Ende überwiegt. Ihr dürft mich also beim Nachdenken beobachten (und ja, liebe 2t und 2s: Ich denke manchmal nach 😉). 

In den letzten Jahren hat sich KI extrem schnell entwickelt. Wir stehen erst am Anfang dieses Zeitalters, und niemand weiss genau, wie stark sie unseren Alltag verändern wird. Klar ist: Sie wird bleiben. Und klar ist auch: Viele Menschen reagieren zuerst skeptisch. Es wird diskutiert, ob Jobs verschwinden und wie viel Computerintelligenz unsere Welt verträgt. 

Aber was bedeutet das für euch und uns in der Schule? 

Rein theoretisch lassen sich viele Schulaufgaben problemlos mit KI lösen: Die Handy-Kamera erkennt Matheaufgaben und spuckt den Lösungsweg aus, der Deutschaufsatz ist in zwei Minuten fertig, und es gibt bereits spezielle Schüler-KI-Tools - nicht nur ChatGPT. Das weiss ich natürlich und plane es im Unterricht ein. Wir Lehrpersonen merken so gut wie immer, wann ihr KI benutzt habt, vor allem bei Hausaufgaben.  Deshalb gibt es bei mir auch keine 😉. 

Ich persönlich habe gleichzeitig Angst und Freude bei diesem Thema. KI hilft mir enorm bei der Unterrichtsvorbereitung, beim Erstellen von Tests oder als „zweites Paar Augen“, das meine Materialien prüft. Gleichzeitig ertappe ich mich immer öfter dabei, die Abkürzung über ChatGPT zu nehmen. Weil ich ohne KI aufgewachsen bin, greife ich aber noch oft auf den „alten Weg“ zurück. 

Ihr dagegen wachst mit KI auf. Das ist eine Chance - und eine Gefahr. Wenn ihr KI nur benutzt, um Aufgaben erledigen zu lassen, lernt ihr nichts. Ihr verliert eher noch eure Fähigkeiten, nachzudenken. Sinnvoll wird es, wenn ihr euch einen „KI-Lehrer“ nach Hause holt. 

Zum Beispiel so: 

„Ich bin eine Schülerin der 2. Sek in der Schweiz im Niveau Sek A/E/P. Ich muss im Mathematiktest folgende Aufgaben lösen können: Bild der Aufgabe hochladen. Du bist mein Mathematiklehrer. Erkläre mir das Thema in einfacher Sprache. Erstelle danach ähnliche Übungsaufgaben. Ich versuche sie zu lösen. Danach korrigierst du meine Fehler und erklärst mir, warum ich sie gemacht habe.“ 

So wird KI zu einer zusätzlichen Lehrperson, die euch hilft, selbst zum Erfolg zu kommen - und nicht einfach alles für euch erledigt. Das ist für mich „klug“ eingesetzte KI. 

Um euch weitere Ideen zu geben, gibt es ab sofort den „Prompt der Woche“. Dort zeigen wir euch, wie KI und verschiedene Tools euch im Schulalltag wirklich unterstützen kann. 

-DrD



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